ADLATUS® Bootmanager
Sicherer Bootprozess nach ASIL D – der generische Bootmanager für Automotive- und Industrie-Steuergeräte.
Eine Fehlentscheidung kostet die Funktion.
Diese Entscheidung, ob und welche Softwareanwendung nach einem Neustart läuft, birgt Sicherheitsrisiken. Der ADLATUS® Bootmanager reduziert sie gemäß dem Sicherheitslevel ISO 26262 ASIL D.
Ein Beispiel: Löst ein Speicherfehler der Standardapplikation den Neustart aus, prüft der Bootmanager zunächst, ob deren erneuter Start überhaupt zulässig ist und ob sie fehlerfrei im Programmspeicher liegt. Ist das nicht der Fall, startet er die Applikation konsequent nicht.
Über eine flexibel einstellbare Boottabelle und Operationstabelle lässt sich das Bootverhalten präzise an Ihre Systemumgebung anpassen. Meist stehen mehrere Anwendungen zur Auswahl, etwa die Kundenapplikation, der Flashloader oder ein End-of-Production-Line-Test (EOPL).
Was der Bootmanager entscheidet
Der ADLATUS® Bootmanager stellt nach dem Neustart eines Steuergerätes sicher, dass die vorhandenen Anwendungen sicher und korrekt aufgerufen werden.
Ursache analysieren
Als generischer Bootverzweiger analysiert er zunächst die Ursache des Neustarts.
Hardware initialisieren
Noch bevor eine Anwendung in Betracht gezogen wird, initialisiert er eine minimale Hardware-Umgebung für einen sicheren Ausgangszustand.
Anwendung freigeben
War der Auslöser ein Werkstatttester, ruft er den Flashloader auf. Andernfalls startet er die reguläre Anwendung — aber erst nach Prüfung, ob sie fehlerfrei im Speicher steht.
Neun Merkmale, drei Ebenen
Bootlogik
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Generischer Bootverzweiger nach Reset – analysiert die Neustartursache
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Initialisierung minimaler Hardware-Umgebung beim Start
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Konfigurierbare „Boottabelle“ und „Operationstabelle“ für flexibles Bootverhalten
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Unterstützung mehrerer Anwendungen (Kundenapplikation, Flashloader, End-of-Production-Line-Test)
Integritätsschutz
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Secure Boot: Prüfsummen-Berechnung und Verifikation aller Zielanwendungen
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Schutz vor Start einer unvollständig programmierten oder fehlerhaften Anwendung
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Überwachung von Speicherverletzungen
Prozessreife
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Sicherheitslevel: ISO 26262 ASIL D
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Softwareentwicklung gemäß ASPICE V4 CL2, TISAX 6 CL2, ISO 26262 ASIL D
Häufige Fragen zum ADLATUS® Bootmanager
Der ADLATUS Bootmanager ist ein generischer Bootverzweiger, der nach jedem Reset die richtige Zielanwendung auswählt und startet. Vor dem Start prüft er, ob die Zielanwendung fehlerfrei im Speicher steht, etwa über Prüfsummen und optional Secure Boot. Ein Service-Reset startet den Flashloader, ein Störungs-Reset startet die Anwendung. Gestartet werden unter anderem die Kundenapplikation, der Flashloader, eine Notlauf-Software oder der End-of-Line-Test.
Der Bootmanager initialisiert den Mikrocontroller in einer minimalen Hardware-Umgebung und analysiert die Ursache des Neustarts. Er wählt die Zielanwendung aus, prüft sie und ruft sie auf. Er überwacht Speicherverletzungen und hält Aufstartzeit und Speicherverbrauch ein.
Der statische Bootmanager arbeitet mit festem Ablauf. Der dynamische Bootmanager berechnet eigene Prüfsummen, startet beliebige Anwendungen wie einen EoL-Test und setzt verschiedene Strategien für Flashloader-Updates um. Der dynamische Bootmanager ist Voraussetzung für das einstufige Update.
Der Bootmanager ist nach ISO 26262 konfigurierbar als ASIL B oder ASIL D. Bei ASIL D sind die Boottabellen mehrfach abgelegt. Die Softwareentwicklung der Basisversion erfolgt nach ASPICE Capability Level 2.
Mit Secure Boot wird eine unvollständig programmierte Anwendung nicht gestartet. Der Bootmanager berechnet und prüft Prüfsummen der Anwendungen. Die Prüfmethoden sind umfangreich konfigurierbar, und mehrere Anwendungen stehen zur Auswahl. Die Auswahl kann über Parameter, beispielsweise EEPROM-Einstellungen, beeinflusst werden.